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Jahreshauptversammlung 2019

Helmut Vick, neuer Vorsitzender der Heimatvereinigung  Finkenwerder e.V.

Ehrenmitgliedschaft für Jutta Haag

In diesem Jahr waren für den engeren Vorstand die Ämter der Vorsitzenden und eines der stellvertretenden Vorsitzenden sowie der Schriftführerin zu wählen. Die bisherige, und seit 2013 amtierende Vorsitzende, Jutta Haag, erklärte vor der Versammlung, dass sie ihre Vorstandstätigkeit aus persönlichen Gründen und altersbedingt nach nunmehr insgesamt 12 Jahren beenden wolle. Jutta Haag konnte in ihrem Vorstandsbericht auf ein arbeitsreiches Jahr zurückblicken. Im vergangenen Jahr wurde die Sanierung und die Wiedereröffnung des im Besitz der Heimatvereinigung befindlichen Gorch Fock-Hauses, dem Heimathaus der drei Dichterbhrüder Kinau am Neßdeich 6, abgeschlossen. Das Haus hat nunmehr auch offiziell einen Museumsstatus. Darüber hinaus begann der Verein mit der Gestaltung von Nachmittagen,  die jeweils am Dienstag im ehemaligen Ortsamt stattfinden, eine offene Vereinsarbeit

Zu Jutta Haags Nachfolger wählte die Versammlung den bekannten Finkenwerder Heimatforscher und Autoren mehrerer Bücher zu Finkenwerder Themen, Helmut Vick. Zweiter stellvertretender Vorsitzender wurde erneut Uwe Hansen. Weitere engere Mitglieder des engeren Vorstandes sind Kurt Wagner, erster stellvetretender Vorsitzender, Hans Hermann Sass, Kassenwart, und Gesa Meier, Schriftführerin, die  ebenfalls einstimmig wiedergewählt wurde. . Für die ausscheidenden Beisitzer Uwe Hoenig und Harald Knoblauch wurden einstimmig Manuela Martens und Hans-Adolf Popp gewählt.

Nach seiner Wahl beantragte Helmut Vick im Namen aller bisherigen Vorstandsmitglieder und zur Überraschung der Betroffenen, Jutta Haag für ihre besonderen Verdienste in ihrer Zeit als Vorsitzende die Ehrenmitgliedschaft zu verleihen. Die Versammlung stimmte diesem Antrag in geheimer Abstimmung zu.

Die Besichtigungen des Gorch Fock Hauses finden wieder statt und das öffentliche Interesse ist groß. Ebenso können auch wieder Hochzeiten im Gorch Fock Haus stattfinden.  Und auch an der Finkenwerder Deichpartie 31.8./1.9.2019 beteiligt sich die Heimatvereinigung erneut.

Zwischen Brocken und Hexentanzplatz

Die Heimatvereinigung Finkenwerder e. V. hat auch in in 2018 eine mehrtägige Fahrt unternommen. Am 28. Mai ging es mit zwei Bussen, besetzt mit 81 Mitgliedern der Heimatvereinigung los. Um 07:00 war Abfahrt für vier Tage in den Harz.

Der erste Teil der Fahrt führte uns ins Kloster Wöltingerode. Hier erhielten wir eine Führung einschl. Verkostung der dort hergestellten Spirituosen sowie ein leckeres Mittagessen im Klosterkrug.  Danach ging es ins Hotel nach Wernigerode.

Am zweiten Tag erwartete uns der Bus, zusätzlich zum Fahrer ausgestattet mit einem ortskundigen Reiseleiter. Der Bus brachte uns nach Quedlinburg, nach Tahle zum Hexentanzplatz, nach Hasselfelde in die Köhlerei „Sternberghaus“. Über die Rappbodetalperre mit der zweitlängsten Hängebrücke Europas und einem kurzen Abstecher nach Schierke ging es zurück ins Hotel.

Nach zwei Tagen mit Sonne satt ereilte uns am dritten Tag ein kräftiges Gewitter, das uns den Stadtrundgang durch das schöne Goslar verregnete. Nach Stadtrundgang und ein wenig Freizeit in Goslar ging es dann nach Hahnenklee, wo wir in  der Stabkirche einen kurzen Vortrag über Entstehung und Ausstattung der Kirche erhielten. Und weiter ging es über Clausthal-Zellerfeld an die Oker-Talsperre, wo wir beim Windbeutelkönig einen „blauen Brocken“ verzehrten.  Über Torfhaus führte uns dann unser Weg zurück ins Hotel.

Am letzten Morgen in Wernigerode erwarteten uns nochmals die Reiseleiter, um uns bei einem Stadtrundgang die schöne Fachwerk-Stadt näher zu bringen.

Auf der Rückfahrt machten wir dann noch einen Abstecher nach Derenburg, wo wir in der dortigen Glasmanufaktur eine Führung sowie eine Abhandlung über Glas erhielten.

Danach ging es zurück nach Finkenwerder, wie alle Tage gut betreut durch unsere Busfahrer. Wir freuen uns schon auf das Jahr 2019 – auf ein Neues!

Gesa Meier

Neues von der Heimatvereinigung

  Unterhaltungs-Angebote

Seit Anfang Februar dieses Jahres bietet die Heimatvereinigung Finkenwerder e.V. im Untergeschoss des „Ortsamtes“, Butendeichsweg 2, jeden Dienstag von 14.30-17.00 Uhr, im regelmäßigen Wechsel, folgende Veranstaltungen an:

Am 1. Dienstag im Monat:    Skat-Nachmittag

Am 2. Dienstag im Monat:    Spiele- / Klönsnack Nachmittag

Am 3. Dienstag im Monat:    Lesungen in Hoch und Plattdeutsch

Am 4.  Dienstag im Monat  NEU um  19.00 Uhr

Arbeitskreis Geschichte- und Kultur Finkenwerders

Für das leibliche Wohl  bei Kaffee und Kuchen ist gesorgt.

Kommen Sie einfach einmal vorbei und bilden Sie sich selbst Ihre Meinung

 

Kranzniederlegung am Gorch-Fock-Stein

 

Am 31. Mai 2016 veranstaltete die Heimatvereinigung Finkenwerder eine Gedenkfeier anlässlich des 100sten Todestages von Gorch Fock.

Der Finkenwerder Schriftsteller Johann Wilhelm Kinau, der sich den Künstlernamen Gorch Fock gegeben  hatte, fand den Tod als Matrose auf dem kleinen Kreuzer „Wiesbaden“ in der Skagerrak-Schlacht 1916, die sich am 31. Mai 2016 zum 100sten Mal jährte.

Die Heimatvereinigung Finkenwerder hatte unter Federführung ihres Stellvertretenden Vorsitzenden Kurt Wagner den Tag organisiert. Dazu gehörte die Niederlegung eines Kranzes im Gorch-Fock-Park von Finkenwerder am Gedenkstein am frühen Nachmittag sowie eine Feierstunde in der St. Nikolai-Kirche zu Finkenwerder in den frühen Abendstunden.

Bei schönstem Wetter erschienen zu der Kranzniederlegung zahlreich geladene Gäste sowie auch eine große Anzahl von Finkenwerder Bürgern, darunter vor allem Abordnungen fast aller Finkenwerder Vereine, zumeist vertreten durch die Vorsitzenden. Hervorzuheben war auch eine Abordnung des „Danzkring Finkenwerder“, die extra in Tracht erschienen waren.

Zu den geladenen Gästen gehörte ebenso eine Abordnung von Kadetten und Offizieren des Segelschulschiffes  der Bundesmarine „Gorch Fock“. Zwei der Kadetten nahmen Aufstellung links und rechts neben dem Gedenkstein, der für diesen Anlass restauriert worden ist. Hinter dem Stein, waren zwei Fahnenmasten mit den Flaggen Deutschlands und Hamburgs aufgebaut.

Jutta Haag, Erste Vorsitzende der Heimatvereinigung, nahm um 14:00 Uhr die Begrüßung der Gäste vor, allen voran den Innensenator der Freien und Hansestadt Hamburg, Herr Andy Grothe, sowie die erschienenen Mitglieder der Kinau-Familie sowie die Abordnung der Finkwarder Speeldeel, die von Gorch Fock mit begründet wurde und die in diesem Jahr ihren 110ten Geburtstag begeht. Nach der offiziellen Begrüßung weiterer Gäste hat Jutta dann den Ehrenvorsitzenden der  Heimatvereinigung Werner Marquart sowie die Vorsitzende der Speeldeel Carina Kaiser gebeten,  den Kranz am Gedenkstein nieder zu legen.

Werner Marquart und Carina Kaiser nahmen die Kranzniederlegung vor und Werner ließ es sich nicht nehmen, noch ein paar Worte des Gedenkens zu sprechen.

Daran anschließend wurde der Innensenator gebeten,  einige Worte an die Gäste zu richten. Herr Grothe hob. In seiner Rede die Bedeutung von Gorch Fock für Finkenwerder sowie die Rolle und Bedeutung Finkenwerders für Hamburg hervor.  Nach der Rede von  Herrn Grothe sprach auch noch der Pastor der Nikolai-Kirche zu Finkenwerder, Herr Torsten Krause,  ein paar Worte des Gedenkens. Daran anschließend erhielten die Damen der Familie Kinau jeweils eine Rose überreicht.

Nach Abschluss der offiziellen Reden war noch Gelegenheit für die vielen anwesenden Gäste ein paar Worte zu wechseln. Da man noch die Gedenkfeier in der Kirche hatte, war die Veranstaltung im Gorch-Fock-Park gegen 15:00 Uhr beendet.

Um 17:00 Uhr fand man sich in der St. Nikolai Kirche am Landscheideweg ein. Allen voran erschienen auch zu dieser Feierstunde die geladenen Gäste, viele Vorsitzende der Finkenwerder Vereine sowie Mitglieder der Vereine und Finkenwerder Bürger.

Adolf Fick, Vorsitzender des Kulturkreises Finkenwerder, sprach ein paar Worte der Begrüßung. Danach wurden die Anwesenden auch von Pastor Krause begrüßt, der dann die Abordnung der Finkwarder Speeldeel, die gemeinsam mit Rolf Zuckowski vor dem Altar Aufstellung genommen hatte, um den Vortrag eines Liedes bat. Dann stellte er den Auftritt des Schauspielers Jasper Vogt in Aussicht.

Jasper Vogt fand launige und besinnliche Worte zum Leben und zu Werken von Gorch Fock und bat die Speeldeel nochmals um einen musikalischen Beitrag. Dann brachte Herr Vogt eine Geschichte von Gorch Fock zu Gehör. Zum Abschluss ließ die Speeldeel noch das Lied „Sünn in de Seils“ mit dem Text von Gorch Fock erklingen.

Pastor Krause fand noch ein paar Worte des Abschiedes und nach Erteilung des Segens wurden alle Anwesenden zu einem Imbiss und Umtrunk im Garten der Kirche  eingeladen,

Bei wunderschönem Sommerwetter wurde der Tag bei Speis und Trank mit vielen Gesprächen verabschiedet.

Ein schöner Tag des Gedenkens, nicht der Trauer, ging zur Neige.

Gesa Meier

Reise nach Fulda und in die Rhön

Am Pfingstmontag starteten zwei Busse mit 102 Mitgliedern der Heimatvereinigung in froher Stimmung in Richtung Fulda und Rhön.

Dafür, dass die Stimmung fröhlich blieb, sorgte unermüdlich  das „Servicepersonal“, in Bus 1 Heinz von Holt und in Bus 2 Thea und Rolf Oben. So ging es dann mit zwei Pausen bis Fulda. Gegen 14.30 bezogen wir unsere Zimmer im Maritim-Hotel und genossen in der „Orangerie“ Kaffee und Kuchen mit Blick auf den prächtigen blumengeschmückten Schlosspark. Die Altstadt von Fulda mit ihren verwinkelten Gassen und gepflegten Fachwerkbauten lud zu einem Bummel ein. Am Abend bedienten wir uns im Dianakelle am Büfett und aßen dann im festlich gedeckten Wappensaal.

Am Dienstag besichtigten wir  die barocken Sehenswürdigkeiten der Stadt. Besonders sehenswert waren der Dom und das Stadtschloss. Wir wurden in drei Gruppen aufgeteilt und waren alle sehr angetan von den Stadtführern, die uns kurzweilig mit interessanten Informationen versorgten. Anschließend ging es zum Mittagessen in die Rhön. Wir genossen die Fahrt durch die schöne Landschaft mit gelb leuchtenden Rapsfeldern, grünen Wiesen und Fliederbäumen in allen Farben, die der Flieder bietet sowie durch Wälder und über die höchste Erhebung der Rhön, die Wasserkuppe, wo sich auch der älteste Segelflughafen Deutschlands befindet. In Wüstensachsen, im „Haus zur Wasserkuppe“, war dann ein Büfett für uns aufgebaut, das auch 200 Hungrige gesättigt hätte. Den Nachmittag verbrachten wir wieder im beschaulichen Fulda, wo wir inzwischen auch gemütliche Kneipen entdeckt hatten.

Am Mittwoch stand wieder ein Schloss auf unserem Plan. Wir besuchten im „Roten Schloss“ den Winzerkeller Hammelburg, wo wir zu einer fränkischen Brotzeit eingeladen waren. Zwischen riesigen Weinfässern, die jetzt nur noch zur Dekoration da waren, war eine lange Tafel aufgebaut, gedeckt für jeden mit einem runden Holzteller mit verschiedenen Wurst- und Käsesorten. Dazu gab es Brot und vorweg  ein Glas Pro Seco. Dann kosteten wir verschiedene Frankenweine und kauften anschließend auch ein. Einige bestellten auch Wein, der dann nach Finkenwerder geliefert werden sollte.

Am Donnerstag traten wir die Heimreise an. In Hann. Münden war in der Aegidiuskirche aus dem Jahre 1542 ein zweites Frühstück für uns gedeckt. Die Kirche ist seit 1773 Garnisonskirche für die Pioniere, auch noch für die Bundeswehr. Doch jetzt wird sie als kleines Restaurant genutzt. Der Altarraum und die Empore sind einbezogen, sonst hätten wir mit 100 Leuten wohl nicht genügend Platz gefunden. Im Anschluss daran war noch die Möglichkeit, den Weserstein zu besuchen, die Stelle, wo Werra und Fulda sich treffen, um zur Weser zusammenzufließen, ein sehr idyllischer Platz.

„Wo Werra sich und Fulda küssen, sie ihre Namen büßen müssen.  Und hier entsteht durch diesen Kuss deutsch bis zum Meer: der Weser-Fluss.“. Weiter ging es nach Nordstemmen zum Schloss Marienburg, dem Stammsitz der Welfen. Dieses wirklich sehr eindrucksvolle auf, einer Anhöhe mitten im Wald gelegene, Schloss befindet sich im Privatbesitz des Erbprinzen Ernst August von Hannover. Im Pferdestall des Anwesens war schon der Tisch mit Kaffee und Torte gedeckt. Einige Interessierte besichtigten das Schloss und berichteten später von vielen Sehenswürdigkeiten.

Wir traten die Heimreise an und erreichten Finkenwerder gut gelaunt am frühen Abend. Alle waren sich einig: Adolf Jürgs hatte uns wieder einmal einen sehenswerten Teil Deutschland gezeigt, den viele von uns nicht kannten und uns dabei so viel Gutes und Interessantes geboten. Adolf, wir danken Dir!

Jutta Haag

Sommerfest und Ausfahrt nach Langeoog

Am 6. September fand unser beliebtes Sommerfest im Garten des Gorch Fock-Hauses wieder großen Zuspruch. Bei Speis und Trank in fröhlicher Runde und guten Gesprächen verging die Zeit wie im Fluge. Auch zur Deichpartie am 12. und 13.9.  konnten wir im Gorch-Fock-Haus viele interessierte Gäste begrüßen. Annegrete Feller hatte mit einer sehr umfangreichen Bilderausstellung wieder dafür gesorgt,  dass die Besucher viel zu schauen und zu staunen hatten. Hinzu kam, dass sie und auch Ilse Meier in ihren schönen Finkenwerder Trachten zu bewundern waren. Viele Besucher meinten, dass sie nun schon so oft am Haus vorbeigegangen wären und nun endlich die Gelegenheit genutzt hätten, auch einmal hereinzukommen. – Gelobt sei die Initiative der Deichpartie!

Und das besondere Ereignis im Monat September war der von Karin und Werner Marquart geplante Tagesausflug nach Langeoog. Diesmal ging es von Bensersiel los mit den Fischkuttern „Gorch Fock“ und „Edelweiß“. Während der gesamten Busfahrt hatte es in Strömen geregnet und wir waren in Sorge, dass die Fahrt im Kutter im wahrsten Sinne des Wortes wohl ins Wasser fallen würde. Doch nichts da, als wir aus dem Bus stiegen, war strahlender Sonnenschein und das bis zum Abend. Die Überfahrt nach Langeoog genossen alle sehr, ebenso wie den Aufenthalt auf der ostfriesischen Insel ohne Autoverkehr, die einstmals auch das Zuhause von Lale Andersen war.

Ich fragte den Fischer und Kapitän der „Gorch Fock“, Wilhelm Jacobs, wie sein Schiff denn zu dem schönen Namen gekommen sei. Er erzählte mir, dass sein Großvater als junger Mann das Buch „Seefahrt ist not“ gelesen hätte und dass dieses ihn so beeindruckt hätte, dass er beschloss, seinem 1939 in Dienst gestellten Kutter diesen Namen zu geben. Das war jedoch so einfach nicht möglich. Es gab eine umfangreiche Korrespondenz mit der Familie Kinau, die um Erlaubnis gebeten wurde, den Namen zu verwenden. Die Briefe und Postkarten von Rudolf Kinaus sind teilweise noch bei Wilhelm Jacobs vorhanden. Etwa drei Jahre nach der Indienststellung der „Gorch Fock“ wurde der Kutter während des Krieges beschlagnahmt aber recht bald zurückgegeben, weil nur größere Schiffe gebraucht wurden. 1971 wurde dann die jetzige „Gorch Fock“ in Dienst gestellt. Man hatte erst überlegt, sie „Gorch Fock II“ zu nennen, es dann aber bei dem alten Namen belassen. Der Kutter hat das Fischereizeichen NEU 228 und ist ein wirklich schönes Schiff mit einem würdigen Namen.

Langeoog 19.9.15 116Jutta Haag

 

Grabstein von Katharina Kinau

Als Katharina Kinau, die jüngste Schwester der Dichter Johann (Gorch Fock), Jakob und Rudolf Kinau, 1988 starb, war es ihr Wunsch, das Elternhaus am Neßdeich 6 im Andenken an ihre Familie zu bewahren. Zu diesem Zweck vererbte sie das Haus an Werner Marquart in seiner Funktion als 1. Vorsitzender der Heimatvereinigung Finkenwerder. Werner Marquart versprach Katharina, das Haus zu erhalten und zu pflegen und es als Museum für interessierte Menschen zugänglich zu machen. Die Heimatvereinigung Finkenwerder nimmt dieses Erbe sehr ernst.

In diesem Zusammenhang bekam Werner Marquart aber auch die Verantwortung und das Verfügungsrecht für das Grab von Katharina Kinau, in dem auch die Kinau-Eltern und der bereits 1893 im Alter von 10 Jahren verstorbene Bruder Heinrich beigesetzt waren. Das Grab lag auf dem alten Finkenwerder Friedhof nahe der alten Schmiede sehr abseits und es wussten wohl nur wenige Menschen, wo diese Grabstätte zu finden war.

Zum Jahresende 2013 lief die Ruhezeit aus und der 20141102_163940-GedenksteinVorstand der Heimatvereinigung Finkenwerder beriet über das weitere Vorgehen. Ziel war es, den Grabstein, auf dem sich auch ein Gedenken für Gorch Fock befindet, zu erhalten und möglichst so zu platzieren, dass interessierte Menschen ihn besuchen können. Als Vorstandsmitglied nahm die Tochter von Werner Marquart, Corinna Marquart, stellvertretend Gespräche mit der Pastorin Anja Blös und dem Kirchenvorstand Dirk Meier auf. Gemeinsam wurde nach einen Standort für den Grabstein gesucht mit dem Ergebnis, dass die Kirche der Heimatvereinigung einen Platz auf dem Lüneburger Karkhoff zur Verfügung stellte.

Der Stein wurde also vom Finkenwerder Steinmetzbetrieb Heldt auf dem Alten Friedhof abgebaut und wunderbar gereinigt und aufgearbeitet. Firma Heldt machte dabei nicht nur gute Arbeit und einen guten Preis, sondern spendete auch noch eine große Steinplatte, die am neuen Standort als Sockel dient und Platz für Grablichter und Vasen bietet. So wurde aus dem Grabstein nun eigentlich ein Gedenkstein für die Familie Kinau, die für Finkenwerder in vielerlei Hinsicht unvergesslich bleibt.

Der Vorstand der Heimatvereinigung ist sehr froh über diese Lösung und ist der Kirchengemeinde St. Nikolai, Anja Blös, Dirk Meier und Firma Heldt sehr dankbar für die Unterstützung. Es wäre schön, wenn nun viele Menschen aus Finkenwerder und von „Butenland“ die Gelegenheit nutzen, um sich den Stein der Familie Kinau auf dem Karkhoff anzuschauen.

Corinna Marquart

Jubiläumsausfahrt nach Emden

Am 23. Mai starteten 84 Mitglieder der Heimatvereinigung in zwei Bussen zur mehrtägigen Ausfahrt nach Emden. Diese von Adolf Jürgs wieder in hervorragender Weise organisierte Ausfahrt fand bereits im 25. Jahr statt und erfreut sich immer wieder bei allen Mitgliedern großer Beliebtheit. Fünf Mitglieder waren bereits zum 25. Male dabei. Adolfs Idee vor 25 Jahren war, den Mitgliedern der Heimatvereinigung eine Reise zu bieten, die erschwinglich war und dennoch ein hohes Niveau hatte. Auch alleinstehende Teilnehmer sollten sich in der Gemeinschaft wohlfühlen und Gelegenheit haben miteinander zu kommunizieren. Und das ist ihm wieder einmal gelungen.

Auf dem Weg nach Emden wurde in Sögel Halt gemacht. Dort befindet sich das Schloss Clemenswerth, ein emsländisches Jagdschloss, das in seiner sternförmigen Anordnung weltweit einzigartig sein soll. Leider war uns der Wettergott an diesem Tag nicht hold, so dass uns nur ein flüchtiger Eindruck von dem wirklich schönen Ensemble blieb. In Emden angekommen, zogen  wir  im  Upstalsboom Parkhotel ein. Am nächsten Tag schien dann auch wieder die Sonne und es ging nach Groningen ins benachbarte Holland. Wir bummelten über den Markt, genossen die ersten leckeren Matjes, staunten über das vielfältige Käseangebot und bewunderten die Pracht auf dem Blumenmarkt. Nur zu gern hätten wir uns da eingedeckt., Eindrucksvoll war die Martini-Kirche, auf deren Turm sogar ein paar Mitglieder bis zur obersten Aussichtsplattform geklettert sind und von der Aussicht über die Stadt schwärmten.

Am Sonntag ging es dann vom Emder Hafen aus mit der Katamaran-Fähre über Ems und Nordsee nach Borkum. Wir fuhren mit der Kleinbahn vom Hafen in den Inselhauptort, vorbei an wunderbaren weiß und rosa blühenden Heckenrosen. Auch Borkum empfing uns mit strahlend blauem Himmel und Sonnenschein. In entspannter Atmosphäre bummelten wir über die Shoppingmeile in Richtung Strandpromenade. Auf der Terrasse eines Restaurants fanden wir Plätze und genossen das sehr schöne Konzert aus dem Musikpavillon. Es gab auch Mitglieder, die sich ein Fahrrad mieteten und die Insel umrundeten – Hut ab! Das Fazit aller Mitgereisten war: Borkum ist es wert, dort ein paar Urlaubstage mehr zu verbringen!

Am Montag, dem Abreisetag, bestand die Möglichkeit, die Meyer-Werft oder eine Orchideenfarm in Papenburg zu besichtigen. Von den Eindrücken sowohl der Werft als auch der Orchideen waren alle Teilnehmer sehr angetan. Unsere Busfahrer schafften es auch, im Kofferraum Platz für reichlich gekaufte Orchideen zu schaffen. Im Anschluss daran gab es im Gut Halte gegenüber der Meyer-Werft ein lukullisches Buffet, das einem Jubiläum würdig war. Sehr zufrieden ging es dann durch das Emsland,, entlang am Küstenkanal Richtung Heimat. Dass der Himmel sich verdunkelte und ein Unwetter losbrach, störte uns im Bus wenig. – An Adolf Jürgs ein dickes Dankeschön für diese wieder einmal so schöne Ausfahrt!

Jutta Haag

Auslug über Neuharlingersiel nach Spiekeroog

Auch in diesem Jahr  zog es eine Gruppe von Mitgliedern wieder an die Nordsee. Mit dem Bus ging es am frühen Morgen des 21. September nach Neuharlingersiel. Etwa auf halber Strecke gab es das von Karin Marquart und Christa Achner zubereitete delikate Frühstück und so gestärkt erreichten wir dann unser Ziel. Wir konnten uns noch etwas die Füße vertreten und bewunderten die im Hafen liegenden bunten Kutter und staunten über die vielen Touristen, die außer uns noch Ende September durch den Ort bummelten.. Und dann kam auch schon der Fischer Wilhelm Jakob mit seinem Kutter „Gorch Fock“ in den Hafen und wir starteten zur Insel Spiekeroog, die uns wieder mit schönstem Sonnenschein empfing und zum Bummeln in den beschaulichen Gassen und zur Einkehr in die zahlreichen Cafés und Gasthäuser einluden. Nach der Rückkehr wurde noch zu Abend gegessen und die Heimreise angetreten. Karin und Werner Marquart, die diesen schönen Ausflug wieder organisiert hatten, gebührte unser Dank.

Jutta Haag

Heimatvereinigung schwärmt aus nach Rheinsberg

Wie seit Jahren schon fanden sich wieder viele Mitglieder der Heimatvereinigung zu
einer Frühjahrs- Tour zusammen. Wir ließen uns am Pfingstmontag mit zwei großen
Reisebussen nach Rheinsberg in der Mecklenburgischen Seenplatte fahren und
nahmen Quartier in der am neuen Sportboothafen gelegenen Hotelanlage im
Hafendorf.
Von dort aus besuchten wir am Dienstag das inzwischen fast vollständig renovierte
Schloss Rheinsberg, das einst Friedrich II. bewohnte. Danach fuhren uns 4 Kremser
(Pferdekutschen) in einer Lektion beschaulicher Langsamkeit durch den umliegenden
Wald. Zwischendurch gab’s in einer Waldlichtung noch ein herzhaftes Picknick.
Die beiden Organisatoren der Tour, Adolf Jürgs und Heinz von Holt, müssen wohl bei
Petrus wieder gutes Reisewetter erwirkt haben, denn außer der Seenrundfahrt durch
enge Kanäle und niedrige Brücken bis zum Großen Zechliner See am Mittwoch war
das Wetter schön und ohne Regen. Im Anschluss an die Seenreise konnte noch jeder
ausgiebig in der Porzellan- Manufaktur herumstöbern.
Am Donnerstag durften alle noch einmal das reichhaltige Frühstücks- Buffet
genießen und dann ging’s durch den zauberhaften Müritz Nationalpark, mit einer
(Einkaufs-) Pause in der Feldscheune Bollewick, zum „Lenzer Krug“ am Plauer See,
wo bereits für das Mittagessen eingedeckt war. Bis zum Torte- und Kaffee- Gedeck
vor der Rückfahrt ließen wir noch einmal blauen Himmel und Sonnenschein auf uns
einwirken.
Alles in Allem war es eine schöne, beschauliche Tour, genau richtig für unsere
Mitgliederstruktur. Dafür sprach unsere Vorsitzende, Jutta Haag, den beiden
Organisatoren besondere Anerkennung aus. Für das nächste Jahr ist uns bereits etwas
ganz Besonderes angekündigt worden, denn dann machen wir die 25. Ausfahrt. Die
Bayern würden dazu sagen: Schaun mer mal!
Peter Wlodasch