Sommerfest und Ausfahrt nach Langeoog

Am 6. September fand unser beliebtes Sommerfest im Garten des Gorch Fock-Hauses wieder großen Zuspruch. Bei Speis und Trank in fröhlicher Runde und guten Gesprächen verging die Zeit wie im Fluge. Auch zur Deichpartie am 12. und 13.9.  konnten wir im Gorch-Fock-Haus viele interessierte Gäste begrüßen. Annegrete Feller hatte mit einer sehr umfangreichen Bilderausstellung wieder dafür gesorgt,  dass die Besucher viel zu schauen und zu staunen hatten. Hinzu kam, dass sie und auch Ilse Meier in ihren schönen Finkenwerder Trachten zu bewundern waren. Viele Besucher meinten, dass sie nun schon so oft am Haus vorbeigegangen wären und nun endlich die Gelegenheit genutzt hätten, auch einmal hereinzukommen. – Gelobt sei die Initiative der Deichpartie!

Und das besondere Ereignis im Monat September war der von Karin und Werner Marquart geplante Tagesausflug nach Langeoog. Diesmal ging es von Bensersiel los mit den Fischkuttern „Gorch Fock“ und „Edelweiß“. Während der gesamten Busfahrt hatte es in Strömen geregnet und wir waren in Sorge, dass die Fahrt im Kutter im wahrsten Sinne des Wortes wohl ins Wasser fallen würde. Doch nichts da, als wir aus dem Bus stiegen, war strahlender Sonnenschein und das bis zum Abend. Die Überfahrt nach Langeoog genossen alle sehr, ebenso wie den Aufenthalt auf der ostfriesischen Insel ohne Autoverkehr, die einstmals auch das Zuhause von Lale Andersen war.

Ich fragte den Fischer und Kapitän der „Gorch Fock“, Wilhelm Jacobs, wie sein Schiff denn zu dem schönen Namen gekommen sei. Er erzählte mir, dass sein Großvater als junger Mann das Buch „Seefahrt ist not“ gelesen hätte und dass dieses ihn so beeindruckt hätte, dass er beschloss, seinem 1939 in Dienst gestellten Kutter diesen Namen zu geben. Das war jedoch so einfach nicht möglich. Es gab eine umfangreiche Korrespondenz mit der Familie Kinau, die um Erlaubnis gebeten wurde, den Namen zu verwenden. Die Briefe und Postkarten von Rudolf Kinaus sind teilweise noch bei Wilhelm Jacobs vorhanden. Etwa drei Jahre nach der Indienststellung der „Gorch Fock“ wurde der Kutter während des Krieges beschlagnahmt aber recht bald zurückgegeben, weil nur größere Schiffe gebraucht wurden. 1971 wurde dann die jetzige „Gorch Fock“ in Dienst gestellt. Man hatte erst überlegt, sie „Gorch Fock II“ zu nennen, es dann aber bei dem alten Namen belassen. Der Kutter hat das Fischereizeichen NEU 228 und ist ein wirklich schönes Schiff mit einem würdigen Namen.

Langeoog 19.9.15 116Jutta Haag

 

Grabstein von Katharina Kinau

Als Katharina Kinau, die jüngste Schwester der Dichter Johann (Gorch Fock), Jakob und Rudolf Kinau, 1988 starb, war es ihr Wunsch, das Elternhaus am Neßdeich 6 im Andenken an ihre Familie zu bewahren. Zu diesem Zweck vererbte sie das Haus an Werner Marquart in seiner Funktion als 1. Vorsitzender der Heimatvereinigung Finkenwerder. Werner Marquart versprach Katharina, das Haus zu erhalten und zu pflegen und es als Museum für interessierte Menschen zugänglich zu machen. Die Heimatvereinigung Finkenwerder nimmt dieses Erbe sehr ernst.

In diesem Zusammenhang bekam Werner Marquart aber auch die Verantwortung und das Verfügungsrecht für das Grab von Katharina Kinau, in dem auch die Kinau-Eltern und der bereits 1893 im Alter von 10 Jahren verstorbene Bruder Heinrich beigesetzt waren. Das Grab lag auf dem alten Finkenwerder Friedhof nahe der alten Schmiede sehr abseits und es wussten wohl nur wenige Menschen, wo diese Grabstätte zu finden war.

Zum Jahresende 2013 lief die Ruhezeit aus und der 20141102_163940-GedenksteinVorstand der Heimatvereinigung Finkenwerder beriet über das weitere Vorgehen. Ziel war es, den Grabstein, auf dem sich auch ein Gedenken für Gorch Fock befindet, zu erhalten und möglichst so zu platzieren, dass interessierte Menschen ihn besuchen können. Als Vorstandsmitglied nahm die Tochter von Werner Marquart, Corinna Marquart, stellvertretend Gespräche mit der Pastorin Anja Blös und dem Kirchenvorstand Dirk Meier auf. Gemeinsam wurde nach einen Standort für den Grabstein gesucht mit dem Ergebnis, dass die Kirche der Heimatvereinigung einen Platz auf dem Lüneburger Karkhoff zur Verfügung stellte.

Der Stein wurde also vom Finkenwerder Steinmetzbetrieb Heldt auf dem Alten Friedhof abgebaut und wunderbar gereinigt und aufgearbeitet. Firma Heldt machte dabei nicht nur gute Arbeit und einen guten Preis, sondern spendete auch noch eine große Steinplatte, die am neuen Standort als Sockel dient und Platz für Grablichter und Vasen bietet. So wurde aus dem Grabstein nun eigentlich ein Gedenkstein für die Familie Kinau, die für Finkenwerder in vielerlei Hinsicht unvergesslich bleibt.

Der Vorstand der Heimatvereinigung ist sehr froh über diese Lösung und ist der Kirchengemeinde St. Nikolai, Anja Blös, Dirk Meier und Firma Heldt sehr dankbar für die Unterstützung. Es wäre schön, wenn nun viele Menschen aus Finkenwerder und von „Butenland“ die Gelegenheit nutzen, um sich den Stein der Familie Kinau auf dem Karkhoff anzuschauen.

Corinna Marquart

Jubiläumsausfahrt nach Emden

Am 23. Mai starteten 84 Mitglieder der Heimatvereinigung in zwei Bussen zur mehrtägigen Ausfahrt nach Emden. Diese von Adolf Jürgs wieder in hervorragender Weise organisierte Ausfahrt fand bereits im 25. Jahr statt und erfreut sich immer wieder bei allen Mitgliedern großer Beliebtheit. Fünf Mitglieder waren bereits zum 25. Male dabei. Adolfs Idee vor 25 Jahren war, den Mitgliedern der Heimatvereinigung eine Reise zu bieten, die erschwinglich war und dennoch ein hohes Niveau hatte. Auch alleinstehende Teilnehmer sollten sich in der Gemeinschaft wohlfühlen und Gelegenheit haben miteinander zu kommunizieren. Und das ist ihm wieder einmal gelungen.

Auf dem Weg nach Emden wurde in Sögel Halt gemacht. Dort befindet sich das Schloss Clemenswerth, ein emsländisches Jagdschloss, das in seiner sternförmigen Anordnung weltweit einzigartig sein soll. Leider war uns der Wettergott an diesem Tag nicht hold, so dass uns nur ein flüchtiger Eindruck von dem wirklich schönen Ensemble blieb. In Emden angekommen, zogen  wir  im  Upstalsboom Parkhotel ein. Am nächsten Tag schien dann auch wieder die Sonne und es ging nach Groningen ins benachbarte Holland. Wir bummelten über den Markt, genossen die ersten leckeren Matjes, staunten über das vielfältige Käseangebot und bewunderten die Pracht auf dem Blumenmarkt. Nur zu gern hätten wir uns da eingedeckt., Eindrucksvoll war die Martini-Kirche, auf deren Turm sogar ein paar Mitglieder bis zur obersten Aussichtsplattform geklettert sind und von der Aussicht über die Stadt schwärmten.

Am Sonntag ging es dann vom Emder Hafen aus mit der Katamaran-Fähre über Ems und Nordsee nach Borkum. Wir fuhren mit der Kleinbahn vom Hafen in den Inselhauptort, vorbei an wunderbaren weiß und rosa blühenden Heckenrosen. Auch Borkum empfing uns mit strahlend blauem Himmel und Sonnenschein. In entspannter Atmosphäre bummelten wir über die Shoppingmeile in Richtung Strandpromenade. Auf der Terrasse eines Restaurants fanden wir Plätze und genossen das sehr schöne Konzert aus dem Musikpavillon. Es gab auch Mitglieder, die sich ein Fahrrad mieteten und die Insel umrundeten – Hut ab! Das Fazit aller Mitgereisten war: Borkum ist es wert, dort ein paar Urlaubstage mehr zu verbringen!

Am Montag, dem Abreisetag, bestand die Möglichkeit, die Meyer-Werft oder eine Orchideenfarm in Papenburg zu besichtigen. Von den Eindrücken sowohl der Werft als auch der Orchideen waren alle Teilnehmer sehr angetan. Unsere Busfahrer schafften es auch, im Kofferraum Platz für reichlich gekaufte Orchideen zu schaffen. Im Anschluss daran gab es im Gut Halte gegenüber der Meyer-Werft ein lukullisches Buffet, das einem Jubiläum würdig war. Sehr zufrieden ging es dann durch das Emsland,, entlang am Küstenkanal Richtung Heimat. Dass der Himmel sich verdunkelte und ein Unwetter losbrach, störte uns im Bus wenig. – An Adolf Jürgs ein dickes Dankeschön für diese wieder einmal so schöne Ausfahrt!

Jutta Haag

Plattsnacker im Gorch-Fock-Haus

Am Mittwoch, dem 20.11.2013, fand um 19.30 Uhr in der unteren Wohnstube des Gorch-Fock-Hauses ein erster, von Helmut Vick angeregter Plattsnacker-Abend statt. Er war von 10 Personen besucht, die sich zunächst ein wenig auch untereinander orientierten und sodann auch schon ungezwungen und lebhaft fröhlich mit Plattsnacken loslegten.

Der Vorstand hat daraufhin beschlossen, einen solchen Plattsnacker-Abend bei freiem Eintritt bis auf weiteres ab Januar 2014 an jedem ersten Mittwoch-Abend eines Monats um 19.30 Uhr etwa für zwei Stunden stattfinden zu lassen.

Hest Du wat to vertelln und Lust op mitmoken?

Interessierte melden sich bitte telefonisch bei Helmut Vick unter Tel. 040 / 743 41 86. Da die Teilnehmerzahl aus räumlichen Gründen begrenzt ist, bleibt eine jeweilige Anmeldung bei Helmut unerlässlich.

Peter Wlodasch

Hochzeit im Gorch-Fock-Haus

Auch für das Jahr 2015 ist es der Heimatvereinigung Finkenwerder e.V. wieder gelungen, vom Standesamt Hamburg-Mitte zwei Termine für Eheschließungen im Gorch-Fock-Haus, Neßdeich 6,  zu erhalten.

Wer also gern in der gemütlichen Atmosphäre des Elternhauses unseres Heimatdichters Gorch Fock in den Ehestand treten möchte, hat hierzu am 12. Juni oder 4. September 2015 Gelegenheit. Interessierte Paare werden gebeten, sich rechtzeitig für die Bestellung des Aufgebotes, spätestens jedoch bis zum 12. Mai oder 4. August 2015 beim Standesamt Hamburg- Mitte zu melden.

Weitere Auskünfte hierzu erteilen Karin und Werner Marquart, Tel. 040/742 65 01.

Auslug über Neuharlingersiel nach Spiekeroog

Auch in diesem Jahr  zog es eine Gruppe von Mitgliedern wieder an die Nordsee. Mit dem Bus ging es am frühen Morgen des 21. September nach Neuharlingersiel. Etwa auf halber Strecke gab es das von Karin Marquart und Christa Achner zubereitete delikate Frühstück und so gestärkt erreichten wir dann unser Ziel. Wir konnten uns noch etwas die Füße vertreten und bewunderten die im Hafen liegenden bunten Kutter und staunten über die vielen Touristen, die außer uns noch Ende September durch den Ort bummelten.. Und dann kam auch schon der Fischer Wilhelm Jakob mit seinem Kutter „Gorch Fock“ in den Hafen und wir starteten zur Insel Spiekeroog, die uns wieder mit schönstem Sonnenschein empfing und zum Bummeln in den beschaulichen Gassen und zur Einkehr in die zahlreichen Cafés und Gasthäuser einluden. Nach der Rückkehr wurde noch zu Abend gegessen und die Heimreise angetreten. Karin und Werner Marquart, die diesen schönen Ausflug wieder organisiert hatten, gebührte unser Dank.

Jutta Haag

Heimatvereinigung schwärmt aus nach Rheinsberg

Wie seit Jahren schon fanden sich wieder viele Mitglieder der Heimatvereinigung zu
einer Frühjahrs- Tour zusammen. Wir ließen uns am Pfingstmontag mit zwei großen
Reisebussen nach Rheinsberg in der Mecklenburgischen Seenplatte fahren und
nahmen Quartier in der am neuen Sportboothafen gelegenen Hotelanlage im
Hafendorf.
Von dort aus besuchten wir am Dienstag das inzwischen fast vollständig renovierte
Schloss Rheinsberg, das einst Friedrich II. bewohnte. Danach fuhren uns 4 Kremser
(Pferdekutschen) in einer Lektion beschaulicher Langsamkeit durch den umliegenden
Wald. Zwischendurch gab’s in einer Waldlichtung noch ein herzhaftes Picknick.
Die beiden Organisatoren der Tour, Adolf Jürgs und Heinz von Holt, müssen wohl bei
Petrus wieder gutes Reisewetter erwirkt haben, denn außer der Seenrundfahrt durch
enge Kanäle und niedrige Brücken bis zum Großen Zechliner See am Mittwoch war
das Wetter schön und ohne Regen. Im Anschluss an die Seenreise konnte noch jeder
ausgiebig in der Porzellan- Manufaktur herumstöbern.
Am Donnerstag durften alle noch einmal das reichhaltige Frühstücks- Buffet
genießen und dann ging’s durch den zauberhaften Müritz Nationalpark, mit einer
(Einkaufs-) Pause in der Feldscheune Bollewick, zum „Lenzer Krug“ am Plauer See,
wo bereits für das Mittagessen eingedeckt war. Bis zum Torte- und Kaffee- Gedeck
vor der Rückfahrt ließen wir noch einmal blauen Himmel und Sonnenschein auf uns
einwirken.
Alles in Allem war es eine schöne, beschauliche Tour, genau richtig für unsere
Mitgliederstruktur. Dafür sprach unsere Vorsitzende, Jutta Haag, den beiden
Organisatoren besondere Anerkennung aus. Für das nächste Jahr ist uns bereits etwas
ganz Besonderes angekündigt worden, denn dann machen wir die 25. Ausfahrt. Die
Bayern würden dazu sagen: Schaun mer mal!
Peter Wlodasch