Sommerfest 2017

Da unser beliebtes Sommerfest in diesem Jahr nicht im Garten des Gorch Fock-Hauses stattfinden kann, hat uns der Gartenbauverein Finkenwerder e. V. Asyl gewährt. Wir sind dafür dankbar und laden

am Sonntag, 27. August 2017, 11.00 – 17.00 Uhr,

in das Vereinshaus des Gartenbauvereins zum fröhlichen Beisammensein in gewohnter Weise ein.Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass nicht nur Mitglieder, sondern auch Gäste herzlich willkommen sind. Für Speis und Trank ist wieder gesorgt. Und wir freuen uns auch sehr darüber, dass der Frauenchor „Frohsinn“ sein Kommen zugesagt hat, um uns ab 14.00 Uhr zu unterhalten.

Das Vereinshaus des Gartenbauvereins erreicht man mit dem Fahrrad, Auto oder zu Fuß bis zum Ende des Landscheideweges oder der Rudolf Kinau-Allee. Wer den Bus 150 benutzen möchte, steigt an der Haltestelle Westerweiden aus und hat dann nur noch wenige Minuten Fußweg. Der Vorstand der Heimatvereinigung Finkenwerder freut sich auf ein harmonisches Beisammensein mit zahlreichen Gästen  in etwas anderer Umgebung.

Jutta Haag

Plattdeutscher Abend 20. April 2017

Am 20. April 2017 war die Heimatvereinigung Finkenwerder e. V. mit dem Plattdeutschen Abend. zu Gast auf der „Altenwerder“.  Hinnik Kinau las aus den Büchern seines Vaters Rudolf Kinau. Musikalisch begleitet wurde er von Helmut Becker auf dem Akkordeon und Jürgen Schmidt Gesang. Die Gäste auf der vollbesetzten „Altenwerder“ lauschten mit großer Aufmerksamkeit und Freude den Geschichten und Riemels von Rudl Kinau und beteiligten sich auch bei den musikalischen Darbietungen durch begeistertes Mitsingen und viel Applaus. Hinnik Kinau wies abschließend noch einmal darauf hin, wie wichtig es sei, die plattdeutsche Sprache zu pflegen und dafür zu sorgen, dass sie auch gebraucht wird, was bei der überwiegenden Zahl der Mitglieder der Heimatvereinigung ja auch getan wird.

Jutta Haag

 

 

Die Heimatvereinigung trauert um Adolf Jürgs

Am 20. Januar 2017 verstarb nach schwerer Krankheit Adolf Jürgs im Alter von 76 Jahren.Mit seiner Frau Elke und seiner Familie trauern auch die Mitglieder der Heimatvereinigung Finkenwerder um den Organisator so vieler gelungener und erlebnisreicher mehrtägiger Reisen. Die erste von Adolf organisierte Reise ging 1990 mit noch einem Bus und 50 Reisenden in den Harz nach Hohe Geiß, was so kurz nach der Öffnung der Grenze zur DDR sicherlich auch teilweise ein Abenteuer bedeutete. Ab 1993 wurden dann schon zwei Busse benötigt, um die interessierten Mitglieder mitzunehmen. Die Reise im Jahr 2016 führte uns nach Fulda und in die Rhön und war wieder voller eindrucksvoller Erlebnisse. Es war die 26. von Adolf ausgearbeitete Reise. Es war jedoch nicht seine letzte. Gleich nach Beendigung starteten die Vorbereitungen für das Jahr 2017. Nach reiflicher Überlegung entschloss sich Adolf, eine besonders gelungene Reise in die Mecklenburger Seenplatte, nämlich nach Plau, zu wiederholen. Er hatte ausgerechnet, wie viele der damaligen Teilnehmer nicht mehr unter uns weilen  und es waren einige. So bietet auch diese Reise viele Attraktionen und ist bereits bis auf ein paar Restplätze ausgebucht. Es soll eine Adolf Jürgs-Gedächtnisreise werden.

Bevor Adolf 1990 Reisen für die Heimatvereinigung organisierte, fanden auch schon von Reisebüros angebotene Ausfahrten statt. Der Vorstand der Heimatvereinigung wird sich auch zukünftig dafür einsetzen, über Angebote der Reisebüros attraktive Ziele für Kurzreisen ausfindig zu machen. Und vielleicht findet sich ja auch unter den Lesern des Kössenbitter oder den Mitgliedern der Heimatvereinigung jemand, den es reizt, das Erbe von Adolf anzutreten und mit dem gleichen Elan sein Ziel zu erreichen, „hohe Qualität zu niedrigen Kosten.“ Wichtig war ihm, dass für die Mitglieder eine Teilnahme an der Ausfahrt auf keinen Fall am Preis scheitern dürfe. Und das ist ihm bei der fast immer 100%igen Auslastung auch gelungen. Die Heimatvereinigung Finkenwerder wird Adolf Jürgs in dankbarer Erinnerung behalten.

Jutta Haag

Jahreshauptversammlung 2017

Am 23.3. erschienen 88 Mitglieder der Heimatvereinigung Finkenwerder e. V. zur Jahreshauptversammlung im Restaurant „Landungsbrücke Finkenwerder“. Der Vorstand wurde neu aufgestellt: Die Vorsitzende, Jutta Haag, wurde mit nur einer Stimmenthaltung in ihrem Amt bestätigt. Das Amt des 2. stellvertretenden Vorsitzenden musste neu besetzt werden, weil der bisherige Amtsinhaber, Peter Wlodasch, aus gesundheitlichen Gründen sich nicht wieder zur Wahl stellte. Uwe Hansen hatte sich bereiterklärt zu kandidieren und wurde einstimmig gewählt. Die Schriftführerin, Gesa Meier, wurde ebenfalls einstimmig wiedergewählt. Die Beisitzer Adolf Krause und Rolf Oben wurden in ihren Ämtern bestätigt. Manfred Haag trat aus gesundheitlichen Gründen zurück und der Ehrenvorsitzende Werner Marquart stellte sein Amt im Beirat zur Verfügung. Neu wurden in den Beirat Uwe Hoenig und Harald Knoblauch gewählt.

Die Architektin Ingrid Algren vom Büro Algren Wolf Architekten Ingenieure informierte die Mitgliederversammlung ausführlich über den Stand der Grundsanierung des Gorch Fock Hauses. Aus Fördermitteln der Bundesregierung in Höhe von € 400.00,00, die der Heimatvereinigung Finkenwerder e. V. durch Fürsprache der Hamburger Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs (SPD) und Rüdiger Kruse (CDU), Mitglieder des Haushaltsausschusses, zufließen, soll das Gebäude grundsaniert und damit für die Zukunft erhalten werden.

Informationen zur Grundsanierung des Gorch Fock Hauses


Inzwischen hat sich ja herumgesprochen, dass im Gorch Fock-Haus eine Grundsanierung stattfindet, um das Elternhaus unseres Heimatdichters auf Dauer stabil und sehenswert zu erhalten. Es sind auch einige Neuerungen im Innenbereich vorgesehen. Es wird noch eine Weile dauern, bis alles wieder im alten Glanz erstrahlt.
Im Rahmen unserer Jahreshauptversammlung 2017 wird die Architektin Frau Ingrid Algren vom Büro Algren Wolf Architekten Ingenieure über den Stand der Dinge und Vorhaben informieren. In diesem Zusammenhang weisen wir auch darauf hin, dass der beliebte

 

Jutta Haag

Weihnachtsmärchen

»Dornröschen« in der Aula der Stadtteilschule

Auch in diesem Jahr organisieren Karin und Werner Marquart für die »Heimatvereinigung« für Groß und Klein wieder ein inzwischen sehr beliebtes Weihnachtsmärchen. In diesem Jahr wird das Märchen »Dornröschen« vom Amateur-Theater Altona aufgeführt:

am Sonntag, dem 18.
Dezember um 15:00 Uhr
Eintritt 5,00 Euro. Vorverkauf
bei Karin Marquart und in
» Finkwarders Lüttn Loden« am
Steendiek.

Kranzniederlegung am Gorch-Fock-Stein

 

Am 31. Mai 2016 veranstaltete die Heimatvereinigung Finkenwerder eine Gedenkfeier anlässlich des 100sten Todestages von Gorch Fock.

Der Finkenwerder Schriftsteller Johann Wilhelm Kinau, der sich den Künstlernamen Gorch Fock gegeben  hatte, fand den Tod als Matrose auf dem kleinen Kreuzer „Wiesbaden“ in der Skagerrak-Schlacht 1916, die sich am 31. Mai 2016 zum 100sten Mal jährte.

Die Heimatvereinigung Finkenwerder hatte unter Federführung ihres Stellvertretenden Vorsitzenden Kurt Wagner den Tag organisiert. Dazu gehörte die Niederlegung eines Kranzes im Gorch-Fock-Park von Finkenwerder am Gedenkstein am frühen Nachmittag sowie eine Feierstunde in der St. Nikolai-Kirche zu Finkenwerder in den frühen Abendstunden.

Bei schönstem Wetter erschienen zu der Kranzniederlegung zahlreich geladene Gäste sowie auch eine große Anzahl von Finkenwerder Bürgern, darunter vor allem Abordnungen fast aller Finkenwerder Vereine, zumeist vertreten durch die Vorsitzenden. Hervorzuheben war auch eine Abordnung des „Danzkring Finkenwerder“, die extra in Tracht erschienen waren.

Zu den geladenen Gästen gehörte ebenso eine Abordnung von Kadetten und Offizieren des Segelschulschiffes  der Bundesmarine „Gorch Fock“. Zwei der Kadetten nahmen Aufstellung links und rechts neben dem Gedenkstein, der für diesen Anlass restauriert worden ist. Hinter dem Stein, waren zwei Fahnenmasten mit den Flaggen Deutschlands und Hamburgs aufgebaut.

Jutta Haag, Erste Vorsitzende der Heimatvereinigung, nahm um 14:00 Uhr die Begrüßung der Gäste vor, allen voran den Innensenator der Freien und Hansestadt Hamburg, Herr Andy Grothe, sowie die erschienenen Mitglieder der Kinau-Familie sowie die Abordnung der Finkwarder Speeldeel, die von Gorch Fock mit begründet wurde und die in diesem Jahr ihren 110ten Geburtstag begeht. Nach der offiziellen Begrüßung weiterer Gäste hat Jutta dann den Ehrenvorsitzenden der  Heimatvereinigung Werner Marquart sowie die Vorsitzende der Speeldeel Carina Kaiser gebeten,  den Kranz am Gedenkstein nieder zu legen.

Werner Marquart und Carina Kaiser nahmen die Kranzniederlegung vor und Werner ließ es sich nicht nehmen, noch ein paar Worte des Gedenkens zu sprechen.

Daran anschließend wurde der Innensenator gebeten,  einige Worte an die Gäste zu richten. Herr Grothe hob. In seiner Rede die Bedeutung von Gorch Fock für Finkenwerder sowie die Rolle und Bedeutung Finkenwerders für Hamburg hervor.  Nach der Rede von  Herrn Grothe sprach auch noch der Pastor der Nikolai-Kirche zu Finkenwerder, Herr Torsten Krause,  ein paar Worte des Gedenkens. Daran anschließend erhielten die Damen der Familie Kinau jeweils eine Rose überreicht.

Nach Abschluss der offiziellen Reden war noch Gelegenheit für die vielen anwesenden Gäste ein paar Worte zu wechseln. Da man noch die Gedenkfeier in der Kirche hatte, war die Veranstaltung im Gorch-Fock-Park gegen 15:00 Uhr beendet.

Um 17:00 Uhr fand man sich in der St. Nikolai Kirche am Landscheideweg ein. Allen voran erschienen auch zu dieser Feierstunde die geladenen Gäste, viele Vorsitzende der Finkenwerder Vereine sowie Mitglieder der Vereine und Finkenwerder Bürger.

Adolf Fick, Vorsitzender des Kulturkreises Finkenwerder, sprach ein paar Worte der Begrüßung. Danach wurden die Anwesenden auch von Pastor Krause begrüßt, der dann die Abordnung der Finkwarder Speeldeel, die gemeinsam mit Rolf Zuckowski vor dem Altar Aufstellung genommen hatte, um den Vortrag eines Liedes bat. Dann stellte er den Auftritt des Schauspielers Jasper Vogt in Aussicht.

Jasper Vogt fand launige und besinnliche Worte zum Leben und zu Werken von Gorch Fock und bat die Speeldeel nochmals um einen musikalischen Beitrag. Dann brachte Herr Vogt eine Geschichte von Gorch Fock zu Gehör. Zum Abschluss ließ die Speeldeel noch das Lied „Sünn in de Seils“ mit dem Text von Gorch Fock erklingen.

Pastor Krause fand noch ein paar Worte des Abschiedes und nach Erteilung des Segens wurden alle Anwesenden zu einem Imbiss und Umtrunk im Garten der Kirche  eingeladen,

Bei wunderschönem Sommerwetter wurde der Tag bei Speis und Trank mit vielen Gesprächen verabschiedet.

Ein schöner Tag des Gedenkens, nicht der Trauer, ging zur Neige.

Gesa Meier

Reise nach Fulda und in die Rhön 16.-19.5.2016

Am Pfingstmontag starteten zwei Busse mit 102 Mitgliedern der Heimatvereinigung in froher Stimmung in Richtung Fulda und Rhön.

Dafür, dass die Stimmung fröhlich blieb, sorgte unermüdlich  das „Servicepersonal“, in Bus 1 Heinz von Holt und in Bus 2 Thea und Rolf Oben. So ging es dann mit zwei Pausen bis Fulda. Gegen 14.30 bezogen wir unsere Zimmer im Maritim-Hotel und genossen in der „Orangerie“ Kaffee und Kuchen mit Blick auf den prächtigen blumengeschmückten Schlosspark. Die Altstadt von Fulda mit ihren verwinkelten Gassen und gepflegten Fachwerkbauten lud zu einem Bummel ein. Am Abend bedienten wir uns im Dianakelle am Büfett und aßen dann im festlich gedeckten Wappensaal.

Am Dienstag besichtigten wir  die barocken Sehenswürdigkeiten der Stadt. Besonders sehenswert waren der Dom und das Stadtschloss. Wir wurden in drei Gruppen aufgeteilt und waren alle sehr angetan von den Stadtführern, die uns kurzweilig mit interessanten Informationen versorgten. Anschließend ging es zum Mittagessen in die Rhön. Wir genossen die Fahrt durch die schöne Landschaft mit gelb leuchtenden Rapsfeldern, grünen Wiesen und Fliederbäumen in allen Farben, die der Flieder bietet sowie durch Wälder und über die höchste Erhebung der Rhön, die Wasserkuppe, wo sich auch der älteste Segelflughafen Deutschlands befindet. In Wüstensachsen, im „Haus zur Wasserkuppe“, war dann ein Büfett für uns aufgebaut, das auch 200 Hungrige gesättigt hätte. Den Nachmittag verbrachten wir wieder im beschaulichen Fulda, wo wir inzwischen auch gemütliche Kneipen entdeckt hatten.

Am Mittwoch stand wieder ein Schloss auf unserem Plan. Wir besuchten im „Roten Schloss“ den Winzerkeller Hammelburg, wo wir zu einer fränkischen Brotzeit eingeladen waren. Zwischen riesigen Weinfässern, die jetzt nur noch zur Dekoration da waren, war eine lange Tafel aufgebaut, gedeckt für jeden mit einem runden Holzteller mit verschiedenen Wurst- und Käsesorten. Dazu gab es Brot und vorweg  ein Glas Pro Seco. Dann kosteten wir verschiedene Frankenweine und kauften anschließend auch ein. Einige bestellten auch Wein, der dann nach Finkenwerder geliefert werden sollte.

Am Donnerstag traten wir die Heimreise an. In Hann. Münden war in der Aegidiuskirche aus dem Jahre 1542 ein zweites Frühstück für uns gedeckt. Die Kirche ist seit 1773 Garnisonskirche für die Pioniere, auch noch für die Bundeswehr. Doch jetzt wird sie als kleines Restaurant genutzt. Der Altarraum und die Empore sind einbezogen, sonst hätten wir mit 100 Leuten wohl nicht genügend Platz gefunden. Im Anschluss daran war noch die Möglichkeit, den Weserstein zu besuchen, die Stelle, wo Werra und Fulda sich treffen, um zur Weser zusammenzufließen, ein sehr idyllischer Platz.

„Wo Werra sich und Fulda küssen, sie ihre Namen büßen müssen.  Und hier entsteht durch diesen Kuss deutsch bis zum Meer: der Weser-Fluss.“. Weiter ging es nach Nordstemmen zum Schloss Marienburg, dem Stammsitz der Welfen. Dieses wirklich sehr eindrucksvolle auf, einer Anhöhe mitten im Wald gelegene, Schloss befindet sich im Privatbesitz des Erbprinzen Ernst August von Hannover. Im Pferdestall des Anwesens war schon der Tisch mit Kaffee und Torte gedeckt. Einige Interessierte besichtigten das Schloss und berichteten später von vielen Sehenswürdigkeiten.

Wir traten die Heimreise an und erreichten Finkenwerder gut gelaunt am frühen Abend. Alle waren sich einig: Adolf Jürgs hatte uns wieder einmal einen sehenswerten Teil Deutschland gezeigt, den viele von uns nicht kannten und uns dabei so viel Gutes und Interessantes geboten. Adolf, wir danken Dir!

Jutta Haag

Sommerfest und Ausfahrt nach Langeoog

Am 6. September fand unser beliebtes Sommerfest im Garten des Gorch Fock-Hauses wieder großen Zuspruch. Bei Speis und Trank in fröhlicher Runde und guten Gesprächen verging die Zeit wie im Fluge. Auch zur Deichpartie am 12. und 13.9.  konnten wir im Gorch-Fock-Haus viele interessierte Gäste begrüßen. Annegrete Feller hatte mit einer sehr umfangreichen Bilderausstellung wieder dafür gesorgt,  dass die Besucher viel zu schauen und zu staunen hatten. Hinzu kam, dass sie und auch Ilse Meier in ihren schönen Finkenwerder Trachten zu bewundern waren. Viele Besucher meinten, dass sie nun schon so oft am Haus vorbeigegangen wären und nun endlich die Gelegenheit genutzt hätten, auch einmal hereinzukommen. – Gelobt sei die Initiative der Deichpartie!

Und das besondere Ereignis im Monat September war der von Karin und Werner Marquart geplante Tagesausflug nach Langeoog. Diesmal ging es von Bensersiel los mit den Fischkuttern „Gorch Fock“ und „Edelweiß“. Während der gesamten Busfahrt hatte es in Strömen geregnet und wir waren in Sorge, dass die Fahrt im Kutter im wahrsten Sinne des Wortes wohl ins Wasser fallen würde. Doch nichts da, als wir aus dem Bus stiegen, war strahlender Sonnenschein und das bis zum Abend. Die Überfahrt nach Langeoog genossen alle sehr, ebenso wie den Aufenthalt auf der ostfriesischen Insel ohne Autoverkehr, die einstmals auch das Zuhause von Lale Andersen war.

Ich fragte den Fischer und Kapitän der „Gorch Fock“, Wilhelm Jacobs, wie sein Schiff denn zu dem schönen Namen gekommen sei. Er erzählte mir, dass sein Großvater als junger Mann das Buch „Seefahrt ist not“ gelesen hätte und dass dieses ihn so beeindruckt hätte, dass er beschloss, seinem 1939 in Dienst gestellten Kutter diesen Namen zu geben. Das war jedoch so einfach nicht möglich. Es gab eine umfangreiche Korrespondenz mit der Familie Kinau, die um Erlaubnis gebeten wurde, den Namen zu verwenden. Die Briefe und Postkarten von Rudolf Kinaus sind teilweise noch bei Wilhelm Jacobs vorhanden. Etwa drei Jahre nach der Indienststellung der „Gorch Fock“ wurde der Kutter während des Krieges beschlagnahmt aber recht bald zurückgegeben, weil nur größere Schiffe gebraucht wurden. 1971 wurde dann die jetzige „Gorch Fock“ in Dienst gestellt. Man hatte erst überlegt, sie „Gorch Fock II“ zu nennen, es dann aber bei dem alten Namen belassen. Der Kutter hat das Fischereizeichen NEU 228 und ist ein wirklich schönes Schiff mit einem würdigen Namen.

Langeoog 19.9.15 116Jutta Haag

 

Grabstein von Katharina Kinau

Als Katharina Kinau, die jüngste Schwester der Dichter Johann (Gorch Fock), Jakob und Rudolf Kinau, 1988 starb, war es ihr Wunsch, das Elternhaus am Neßdeich 6 im Andenken an ihre Familie zu bewahren. Zu diesem Zweck vererbte sie das Haus an Werner Marquart in seiner Funktion als 1. Vorsitzender der Heimatvereinigung Finkenwerder. Werner Marquart versprach Katharina, das Haus zu erhalten und zu pflegen und es als Museum für interessierte Menschen zugänglich zu machen. Die Heimatvereinigung Finkenwerder nimmt dieses Erbe sehr ernst.

In diesem Zusammenhang bekam Werner Marquart aber auch die Verantwortung und das Verfügungsrecht für das Grab von Katharina Kinau, in dem auch die Kinau-Eltern und der bereits 1893 im Alter von 10 Jahren verstorbene Bruder Heinrich beigesetzt waren. Das Grab lag auf dem alten Finkenwerder Friedhof nahe der alten Schmiede sehr abseits und es wussten wohl nur wenige Menschen, wo diese Grabstätte zu finden war.

Zum Jahresende 2013 lief die Ruhezeit aus und der 20141102_163940-GedenksteinVorstand der Heimatvereinigung Finkenwerder beriet über das weitere Vorgehen. Ziel war es, den Grabstein, auf dem sich auch ein Gedenken für Gorch Fock befindet, zu erhalten und möglichst so zu platzieren, dass interessierte Menschen ihn besuchen können. Als Vorstandsmitglied nahm die Tochter von Werner Marquart, Corinna Marquart, stellvertretend Gespräche mit der Pastorin Anja Blös und dem Kirchenvorstand Dirk Meier auf. Gemeinsam wurde nach einen Standort für den Grabstein gesucht mit dem Ergebnis, dass die Kirche der Heimatvereinigung einen Platz auf dem Lüneburger Karkhoff zur Verfügung stellte.

Der Stein wurde also vom Finkenwerder Steinmetzbetrieb Heldt auf dem Alten Friedhof abgebaut und wunderbar gereinigt und aufgearbeitet. Firma Heldt machte dabei nicht nur gute Arbeit und einen guten Preis, sondern spendete auch noch eine große Steinplatte, die am neuen Standort als Sockel dient und Platz für Grablichter und Vasen bietet. So wurde aus dem Grabstein nun eigentlich ein Gedenkstein für die Familie Kinau, die für Finkenwerder in vielerlei Hinsicht unvergesslich bleibt.

Der Vorstand der Heimatvereinigung ist sehr froh über diese Lösung und ist der Kirchengemeinde St. Nikolai, Anja Blös, Dirk Meier und Firma Heldt sehr dankbar für die Unterstützung. Es wäre schön, wenn nun viele Menschen aus Finkenwerder und von „Butenland“ die Gelegenheit nutzen, um sich den Stein der Familie Kinau auf dem Karkhoff anzuschauen.

Corinna Marquart