Reise nach Fulda und in die Rhön 16.-19.5.2016

Am Pfingstmontag starteten zwei Busse mit 102 Mitgliedern der Heimatvereinigung in froher Stimmung in Richtung Fulda und Rhön.

Dafür, dass die Stimmung fröhlich blieb, sorgte unermüdlich  das „Servicepersonal“, in Bus 1 Heinz von Holt und in Bus 2 Thea und Rolf Oben. So ging es dann mit zwei Pausen bis Fulda. Gegen 14.30 bezogen wir unsere Zimmer im Maritim-Hotel und genossen in der „Orangerie“ Kaffee und Kuchen mit Blick auf den prächtigen blumengeschmückten Schlosspark. Die Altstadt von Fulda mit ihren verwinkelten Gassen und gepflegten Fachwerkbauten lud zu einem Bummel ein. Am Abend bedienten wir uns im Dianakelle am Büfett und aßen dann im festlich gedeckten Wappensaal.

Am Dienstag besichtigten wir  die barocken Sehenswürdigkeiten der Stadt. Besonders sehenswert waren der Dom und das Stadtschloss. Wir wurden in drei Gruppen aufgeteilt und waren alle sehr angetan von den Stadtführern, die uns kurzweilig mit interessanten Informationen versorgten. Anschließend ging es zum Mittagessen in die Rhön. Wir genossen die Fahrt durch die schöne Landschaft mit gelb leuchtenden Rapsfeldern, grünen Wiesen und Fliederbäumen in allen Farben, die der Flieder bietet sowie durch Wälder und über die höchste Erhebung der Rhön, die Wasserkuppe, wo sich auch der älteste Segelflughafen Deutschlands befindet. In Wüstensachsen, im „Haus zur Wasserkuppe“, war dann ein Büfett für uns aufgebaut, das auch 200 Hungrige gesättigt hätte. Den Nachmittag verbrachten wir wieder im beschaulichen Fulda, wo wir inzwischen auch gemütliche Kneipen entdeckt hatten.

Am Mittwoch stand wieder ein Schloss auf unserem Plan. Wir besuchten im „Roten Schloss“ den Winzerkeller Hammelburg, wo wir zu einer fränkischen Brotzeit eingeladen waren. Zwischen riesigen Weinfässern, die jetzt nur noch zur Dekoration da waren, war eine lange Tafel aufgebaut, gedeckt für jeden mit einem runden Holzteller mit verschiedenen Wurst- und Käsesorten. Dazu gab es Brot und vorweg  ein Glas Pro Seco. Dann kosteten wir verschiedene Frankenweine und kauften anschließend auch ein. Einige bestellten auch Wein, der dann nach Finkenwerder geliefert werden sollte.

Am Donnerstag traten wir die Heimreise an. In Hann. Münden war in der Aegidiuskirche aus dem Jahre 1542 ein zweites Frühstück für uns gedeckt. Die Kirche ist seit 1773 Garnisonskirche für die Pioniere, auch noch für die Bundeswehr. Doch jetzt wird sie als kleines Restaurant genutzt. Der Altarraum und die Empore sind einbezogen, sonst hätten wir mit 100 Leuten wohl nicht genügend Platz gefunden. Im Anschluss daran war noch die Möglichkeit, den Weserstein zu besuchen, die Stelle, wo Werra und Fulda sich treffen, um zur Weser zusammenzufließen, ein sehr idyllischer Platz.

„Wo Werra sich und Fulda küssen, sie ihre Namen büßen müssen.  Und hier entsteht durch diesen Kuss deutsch bis zum Meer: der Weser-Fluss.“. Weiter ging es nach Nordstemmen zum Schloss Marienburg, dem Stammsitz der Welfen. Dieses wirklich sehr eindrucksvolle auf, einer Anhöhe mitten im Wald gelegene, Schloss befindet sich im Privatbesitz des Erbprinzen Ernst August von Hannover. Im Pferdestall des Anwesens war schon der Tisch mit Kaffee und Torte gedeckt. Einige Interessierte besichtigten das Schloss und berichteten später von vielen Sehenswürdigkeiten.

Wir traten die Heimreise an und erreichten Finkenwerder gut gelaunt am frühen Abend. Alle waren sich einig: Adolf Jürgs hatte uns wieder einmal einen sehenswerten Teil Deutschland gezeigt, den viele von uns nicht kannten und uns dabei so viel Gutes und Interessantes geboten. Adolf, wir danken Dir!

Jutta Haag